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Aufgabenliste für die Haushaltshilfe: was sie übernimmt und wie ihr es festhaltet

Mit einer klaren Aufgabenliste weiß eure Haushaltshilfe, was diese Woche zählt. Mit Vorlage nach Räumen und Rhythmus und einem Zettel für die Übergabe.

Von Heimrunde-Redaktion · Aktualisiert am

Auf dieser Seite
  1. Was typischerweise dazugehört
  2. Vor dem ersten Termin klären
  3. Vorlage: Vorher klären
  4. Die Aufgabenliste nach Räumen
  5. Vorlage: Aufgaben nach Raum und Rhythmus
  6. Vorlage: leer zum Ausfüllen
  7. Prioritäten für diesen Termin
  8. Vorlage: Übergabe für den nächsten Termin
  9. Rückmeldung und fehlendes Material
  10. Urlaub, Krankheit und Ausfall
  11. Anmelden bei der Minijob-Zentrale
  12. Privatsphäre auf beiden Seiten
  13. So geht das mit Heimrunde

Eine Aufgabenliste sorgt dafür, dass eure Haushaltshilfe weiß, was zählt, und ihr wisst, was erledigt ist. Das spart Nachfragen, Zettelwirtschaft und die Enttäuschung, wenn am Ende das Falsche geputzt wurde.

Diese Seite ist für Familien, die selbst jemanden zum Putzen, Bügeln oder Aufräumen beauftragen, ob als Minijob oder über eine Firma. Die Haushaltshilfe, die die Krankenkasse in bestimmten Fällen bezahlt, etwa bei einem Krankenhausaufenthalt (§ 38 SGB V), ist ein anderes Thema. Dafür ist eure Krankenkasse die richtige Stelle.

Was typischerweise dazugehört

Die Minijob-Zentrale beschreibt Arbeit im Haushalt als alltägliche Arbeiten in der Wohnung, die sonst die Menschen erledigen, die dort wohnen. Dazu zählt sie Kochen, Putzen, Einkaufen, Gartenarbeit, Kinderbetreuung, die Betreuung kranker oder älterer Menschen und die Versorgung von Tieren.

Auf dieser Seite geht es ums Putzen und die Arbeit drumherum. Typisch sind:

  • Bäder und Küche gründlich reinigen,
  • Böden saugen und wischen,
  • Staub wischen und Oberflächen abwischen,
  • Betten neu beziehen,
  • Wäsche waschen, aufhängen, bügeln,
  • Fenster putzen, meist seltener als der Rest.

Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen sind eigene Aufgaben mit eigener Verantwortung. Soll die Hilfe so etwas übernehmen, besprecht das ausdrücklich und getrennt vom Putzen.

Klärt vorher, was nicht dazugehört. Das kann zum Beispiel schwere Möbel betreffen, Arbeiten auf hohen Leitern, das Aufräumen von Kinderzimmern oder alles, was in Schubladen und Schränken liegt. Es gibt dafür keine feste Regel. Wichtig ist, dass beide Seiten dasselbe erwarten.

Vor dem ersten Termin klären

Viele Missverständnisse entstehen nicht beim Putzen, sondern vorher. Geht diese Liste beim ersten Treffen gemeinsam durch.

Vorlage: Vorher klären

  • Schlüssel: Wer hat einen, wo liegt er, was passiert bei Verlust?
  • Alarmanlage, Haustür, Fenster: Was muss beim Gehen zu sein?
  • Haustiere: Wer ist da, was darf die Hilfe, was nicht?
  • Putzmittel: Wer kauft sie, wo stehen sie, was soll nicht benutzt werden?
  • Empfindliche Flächen: Parkett, Naturstein, Glaskeramik. Was braucht welches Mittel?
  • Tabu-Bereiche: Welche Räume, Schränke oder Schreibtische bleiben unberührt?
  • Wäsche: Was darf in die Maschine, was nicht? Wo kommt die saubere Wäsche hin?
  • Zeiten: An welchen Tagen, von wann bis wann? Was, wenn jemand von euch zu Hause ist?
  • Absagen: Wie sagt ihr euch gegenseitig ab, und bis wann?
  • Rückmeldung: Wo notiert die Hilfe, was fehlt oder kaputt ist?
  • Notfall: Wen ruft sie an, wenn etwas passiert?

Die Frage nach den Putzmitteln ist mehr als eine Formalie. Chlorhaltige Reiniger dürfen nicht mit sauren Mitteln wie Essig in Berührung kommen, sonst kann ätzendes Chlorgas entstehen. Die Berufsgenossenschaft BGW rät deshalb, Reiniger nie zu mischen und auch nicht direkt nacheinander zu benutzen. Das Umweltbundesamt hält für den Haushalt ohnehin eine kleine Grundausstattung für ausreichend: Allzweckreiniger, Handspülmittel, Scheuermilch oder Küchenreiniger und einen Badreiniger auf Basis von Zitronensäure.

Die Aufgabenliste nach Räumen

Eine gute Liste ist nach Räumen sortiert und sagt bei jeder Aufgabe, wie oft sie dran ist. So kann die Hilfe Raum für Raum arbeiten, und ihr seht auf einen Blick, was bei einem Termin nicht jedes Mal vorkommt.

Das Beispiel geht von einer Familie mit vier Personen aus, bei der die Hilfe einmal pro Woche einen Vormittag kommt. Streich, was bei euch nicht passt, und ergänze eure Räume. Was ihr als Familie selbst übernehmt, gehört in euren Putzplan für die Familie.

Vorlage: Aufgaben nach Raum und Rhythmus

Raum Jedes Mal Alle zwei Wochen Einmal im Monat Nach Absprache
Küche Arbeitsflächen, Spüle, Herd abwischen; Boden wischen Fronten der Schränke abwischen Kühlschrank auswischen Backofen reinigen
Bad Waschbecken, WC, Dusche oder Wanne; Spiegel; Boden Fliesen abwischen Duschkopf und Armaturen entkalken Fugen reinigen
Gäste-WC WC, Waschbecken, Boden
Wohnzimmer Saugen, Staub wischen Sofa absaugen Regale ausräumen und abwischen Fenster putzen
Schlafzimmer Saugen, Staub wischen Betten neu beziehen Unter dem Bett saugen Matratze absaugen
Kinderzimmer Saugen, Staub wischen Betten neu beziehen Fenster putzen
Flur und Treppe Saugen, Boden wischen Türen und Lichtschalter abwischen
Wäsche Eine Maschine waschen und aufhängen Bügeln Gardinen waschen
Ganzes Haus Müll leeren Heizkörper abstauben

Vorlage: leer zum Ausfüllen

Raum Jedes Mal Alle zwei Wochen Einmal im Monat Nach Absprache

Passt nicht alles in die Zeit, fangt klein an. Nach zwei, drei Terminen wisst ihr beide, wie lange was dauert. Dann verschiebt ihr Aufgaben lieber in einen seltenen Rhythmus, als jedes Mal etwas liegen zu lassen.

Prioritäten für diesen Termin

Die Liste sagt, was grundsätzlich zu tun ist. Jede Woche ist aber anders. Ana putzt bei Max und Julia dienstags: Diese Woche kommt am Samstag Oma zu Besuch, das Gästezimmer stand leer, und im Keller steht noch ein Karton. Ein kurzer Übergabezettel macht klar, was diesmal zählt.

Vorlage: Übergabe für den nächsten Termin

Datum
Diesmal besonders wichtig (höchstens drei Punkte) 1.
2.
3.
Diesmal nicht nötig
Diesmal zusätzlich
Bitte beachten
Wenn die Zeit nicht reicht, zuerst weglassen

Die letzte Zeile ist die wichtigste. Sie nimmt der Hilfe die Entscheidung ab, was liegen bleiben darf. Leg den Zettel immer an dieselbe Stelle, zum Beispiel auf den Küchentisch.

Rückmeldung und fehlendes Material

Eine Rückmeldung nach dem Termin hilft beiden Seiten. Ihr erfahrt, was nicht ging, und die Hilfe muss nicht jedes Mal dieselbe Frage stellen. Drei Dinge reichen:

  • Was nicht geklappt hat und warum, zum Beispiel „Kein Zugang zum Keller“ oder „Zu wenig Zeit“.
  • Was fehlt, etwa „Glasreiniger ist leer“ oder „Staubsaugerbeutel alle“.
  • Was auffällt, etwa ein tropfender Wasserhahn oder ein Wasserfleck unter der Spüle.

Legt dafür eine feste Stelle fest: einen Block neben dem Übergabezettel oder eine kurze Nachricht nach dem Termin. Antwortet auf die Rückmeldung, auch wenn es nur „Danke, ist bestellt“ ist. Dann weiß die Hilfe, dass sie gelesen wurde.

Was liegen geblieben ist, kommt beim nächsten Termin nach oben auf die Liste. So geht nichts verloren.

Urlaub, Krankheit und Ausfall

Früher oder später fällt ein Termin aus. Einigt euch vorher, wie das läuft.

  • Absagen: Wie früh und auf welchem Weg sagt ihr euch gegenseitig ab?
  • Nachholen: Wird der Termin verschoben oder fällt er ersatzlos aus?
  • Aufgaben: Was übernimmt die Familie in der Zeit, was wartet auf den nächsten Termin?
  • Urlaub: Wann plant die Hilfe Urlaub, wann seid ihr weg?

Ist die Hilfe bei euch angestellt, auch im Minijob, hat sie laut Minijob-Zentrale Anspruch auf bezahlten Urlaub und auf Lohnfortzahlung, wenn sie krank ist. Was das konkret heißt, erklärt die Minijob-Zentrale.

Anmelden bei der Minijob-Zentrale

Arbeitet die Hilfe als Minijob direkt für euch, meldet ihr sie bei der Minijob-Zentrale an, im Privathaushalt über das Haushaltsscheck-Verfahren. Das geht online, per Telefon oder per Formular. Die Minijob-Zentrale kümmert sich dann auch um die gesetzliche Unfallversicherung der Hilfe. Wie viel die Hilfe im Minijob verdienen darf, steht aktuell bei der Minijob-Zentrale.

Ist die Hilfe selbstständig oder kommt sie über eine Firma, gilt das Haushaltsscheck-Verfahren nicht. Die Einzelheiten hängen vom Einzelfall ab und können sich ändern. Verlässlich und aktuell stehen sie bei der Minijob-Zentrale.

Privatsphäre auf beiden Seiten

Eine Hilfe kommt euch sehr nah: Sie sieht Schlafzimmer, Bad und Wäsche. Umso wichtiger sind klare Grenzen.

  • Legt Unterlagen, Post und Wertsachen weg, die niemand sehen soll, statt auf Diskretion zu hoffen.
  • Sagt ausdrücklich, welche Räume und Schränke tabu sind.
  • Teilt nur, was die Hilfe für die Arbeit braucht. Euer Familienkalender oder die Einkaufsliste gehören meist nicht dazu.
  • Fotografiert die Hilfe etwas, etwa einen Schaden, sollte es auch nur dafür verwendet werden.

Das gilt umgekehrt genauso: Die Telefonnummer oder Adresse der Hilfe geht niemanden außerhalb der Familie etwas an.

So geht das mit Heimrunde

Heimrunde hält Aufgabenliste, Übergabe und Rückmeldung an einem Ort zusammen. Die Hilfe sieht dabei nur, was sie für ihre Arbeit braucht.

  • Liste nach Räumen: Bei jeder Aufgabe wählst du unter „Wer macht es“ die „Haushaltshilfe“ und legst unter „Wie oft“ den Rhythmus fest. Wer macht es.
  • Feste Tage: Im „Einsatzplan“ trägst du ein, an welchen Tagen und zu welcher Zeit die Hilfe kommt. Heimrunde stellt für jeden Termin die fälligen Aufgaben zusammen. Den Einsatzplan festlegen.
  • Prioritäten für diesmal: Mit „Diesmal auch“ ergänzt du etwas nur für einen Termin, mit „Vom Einsatz nehmen“ lässt du etwas weg. Einen einzelnen Einsatz ändern.
  • Rückmeldung: Im „Arbeitsmodus“ hakt die Hilfe ab, meldet „Material fehlt“ und schreibt eine „Notiz für die Familie“. Wenn etwas nicht geht. Mit „Auf die Einkaufsliste“ setzt ihr den leeren Glasreiniger direkt auf eure Liste. Die Meldungen beantworten.

Einkaufsliste, Essensplan und Termine der Familie bleiben für die Hilfe zu. Was sie sieht, steht in Was die Haushaltshilfe sieht.

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Quellen

  1. Minijob-Zentrale: Haushaltshilfe, abgerufen am
  2. Minijob-Zentrale: Haushaltshilfe anmelden, abgerufen am
  3. Umweltbundesamt: Reinigung im Haushalt, abgerufen am
  4. BGW young (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege): Chlorreiniger, abgerufen am
  5. § 38 SGB V: Haushaltshilfe, abgerufen am