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Putzplan für die Familie

Ein Putzplan, der auch nach drei Wochen noch hängt. Mit Vorlage nach Räumen und Rhythmus zum Ausdrucken.

Von Heimrunde-Redaktion · Aktualisiert am

Auf dieser Seite
  1. Warum Putzpläne nach ein paar Wochen nicht mehr hängen
  2. Räume und Aufgaben sammeln
  3. Den Rhythmus festlegen
  4. Aufgaben fair verteilen
  5. Putzplan zu zweit
  6. Tägliche Routine und Wochenplan
  7. Nach Zonen putzen
  8. Den Plan sichtbar und kurz halten
  9. Wenn der Plan kippt: drei Stellschrauben
  10. Vorlage: Putzplan nach Räumen zum Ausdrucken
  11. Beispiel: Putzplan für eine Familie mit zwei Kindern
  12. Vorlage: Wochenplan für den ganzen Haushalt
  13. Checkliste: Plan überarbeiten
  14. So geht das mit Heimrunde

Ein guter Putzplan nimmt euch das tägliche Aushandeln ab: Jeder weiß, was dran ist, und niemand muss an alles denken. Hier baust du einen Plan, der kurz genug ist, um wirklich benutzt zu werden, und fair genug, dass er nicht an einer Person hängen bleibt. Die Vorlagen weiter unten kannst du direkt ausdrucken. Wenn du einen Haushaltsplan für Putzen, Wäsche, Einkauf und Kochen suchst: Der Wochenplan am Ende deckt genau das ab.

Warum Putzpläne nach ein paar Wochen nicht mehr hängen

Die meisten Pläne scheitern an denselben Stellen:

  • Zu lang: Vierzig Zeilen liest niemand. Der Plan wird zur Tapete.
  • Niemand ist zuständig: „Bad putzen“ ohne Namen macht am Ende die Person, die es zuerst stört.
  • Der falsche Rhythmus: Was jede Woche auf dem Plan steht, aber nur jeden Monat nötig ist, wird irgendwann ignoriert. Und was nötig ist, aber im Plan fehlt, bleibt wieder an einer Person hängen.
  • Nie überarbeitet: Kinder werden älter, Arbeitszeiten ändern sich, der Plan bleibt gleich.

Der Plan unten geht diese vier Punkte der Reihe nach an.

Räume und Aufgaben sammeln

Geh einmal durch die Wohnung und schreib pro Raum auf, was dort regelmäßig anfällt. Schreib nur auf, was ihr wirklich macht oder machen wollt, nicht was ein perfekter Haushalt bräuchte.

Frag dabei auch die anderen. Oft kennt nur eine Person Aufgaben wie „Filter der Dunstabzugshaube“ oder „Kühlschrank auswischen“. Genau diese unsichtbaren Aufgaben gehören auf den Plan.

Den Rhythmus festlegen

Gib jeder Aufgabe einen Rhythmus: täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich oder seltener. Es gibt zwei Arten, darüber nachzudenken:

  • Fester Termin: Bad putzen jeden Samstag. Passt für alles, was sich gut an einen Wochentag hängt.
  • Seit dem letzten Mal: Fenster putzen etwa alle zwei Monate, gezählt ab dem letzten Putzen. Passt für alles, was nicht an einem bestimmten Tag fällig ist. Wird es mal früher erledigt, verschiebt sich das nächste Mal mit.

Manche Aufgaben gibt es nur in einer Jahreszeit, etwa Balkon fegen oder Laub rechen. Schreib die Monate dazu, dann stehen sie im Winter nicht als offene Zeile im Plan.

Die Rhythmen in den Beispielen unten sind Vorschläge, keine Vorschrift. Richtet euch danach, wie ihr wohnt: Mit kleinen Kindern oder Haustieren ist manches öfter dran. Eine offizielle Empfehlung gibt es für Spültücher: Das Bundeszentrum für Ernährung rät, sie mindestens einmal pro Woche zu wechseln und Küchentücher bei mindestens 60 Grad zu waschen.

Aufgaben fair verteilen

Jede Aufgabe bekommt entweder einen Namen oder den Vermerk „wer Zeit hat“. Zwei Regeln helfen, dass es fair bleibt:

  • Aufwand zählen, nicht Zeilen: „Bad putzen“ wiegt mehr als „Blumen gießen“. Verteilt so, dass jede Person ungefähr gleich viel Zeit pro Woche hat.
  • Unbeliebtes wechselt: Klo putzen oder Müll rausbringen wandern alle paar Wochen weiter.

Kinder bekommen Aufgaben, die zu ihrem Alter passen. Welche das sind, steht in Aufgaben für Kinder im Haushalt nach Alter.

Zum Verteilen gehört auch das Daran-Denken. Wer eine Aufgabe übernimmt, kümmert sich auch darum, dass sie passiert, und braucht keine Erinnerung von jemand anderem.

Putzplan zu zweit

Arbeitet ihr beide und habt wenig Zeit, teilt nach Bereichen statt nach einzelnen Aufgaben. Eine Person hat Küche und Einkauf, die andere Bad und Wäsche. So muss niemand nachfragen, ob etwas schon erledigt ist.

Setzt euch einmal pro Woche zehn Minuten zusammen, zum Beispiel am Sonntagabend. Schaut, was nächste Woche ansteht und was liegen geblieben ist. Tauscht Bereiche, wenn eine Woche bei einem von euch besonders voll ist.

Tägliche Routine und Wochenplan

Ein Plan, der funktioniert, hat zwei Teile:

  1. Die tägliche Runde: 10 bis 15 Minuten, jeden Tag gleich. Spülmaschine, Küche wischen, Wäsche weiterbringen, einmal durch die Wohnung aufräumen.
  2. Eine größere Aufgabe pro Tag: Montag Bad, Dienstag Staub saugen, Mittwoch Wäsche, und so weiter. So bleibt das Wochenende frei, statt dass sich alles auf Samstag stapelt.

Nach Zonen putzen

Eine verbreitete Methode teilt die Wohnung in vier oder fünf Zonen, etwa Küche, Bad, Wohnbereich, Schlafzimmer und Flur. Die tägliche Runde läuft überall. Zusätzlich bekommt jede Woche eine Zone mehr Zeit: Schränke auswischen, Lampen abstauben, hinter dem Sofa saugen.

Nach vier oder fünf Wochen ist jeder Bereich einmal gründlich dran gewesen, ohne dass es je einen großen Putztag gebraucht hat. Die Zonen trägst du in der Vorlage als eigene Zeile „Zone der Woche“ ein.

Den Plan sichtbar und kurz halten

Ein Plan wirkt nur, wenn ihn alle sehen. Häng ihn dorthin, wo ihr jeden Tag vorbeikommt, zum Beispiel an den Kühlschrank. Passt er nicht auf eine Seite, ist er zu lang. Streich dann zuerst, was ihr in den letzten Wochen sowieso nie gemacht habt.

Wenn der Plan kippt: drei Stellschrauben

Wird der Plan nach ein paar Wochen ignoriert, dreh an genau einer Stelle, nicht an allen gleichzeitig:

  1. Weniger Aufgaben: Streich oder verschieb, was nicht wirklich nötig ist.
  2. Anderer Rhythmus: Monatlich statt wöchentlich, oder „seit dem letzten Mal“ statt eines festen Tags.
  3. Andere Person: Eine Aufgabe wandert zu jemandem, der mehr Zeit hat oder sie lieber macht.

Mehr Themen rund ums Putzen und den Haushalt findest du unter Haushalt und Putzen.

Vorlage: Putzplan nach Räumen zum Ausdrucken

Trag pro Raum die Aufgaben ein, die ihr gesammelt habt. Unter „Wie oft“ steht der Rhythmus, unter „Wer“ ein Name oder „wer Zeit hat“.

Raum Aufgabe Wie oft Wer
Küche
Küche
Küche
Bad
Bad
Wohnzimmer
Wohnzimmer
Schlafzimmer
Kinderzimmer
Flur
Überall
Zone der Woche wöchentlich im Wechsel

Beispiel: Putzplan für eine Familie mit zwei Kindern

So könnte der Plan bei Max, Julia, Leon (13) und Mia (8) aussehen. Er passt auf eine Seite.

Raum Aufgabe Wie oft Wer
Küche Spülmaschine ausräumen täglich Mia (Besteck), Leon (Rest)
Küche Arbeitsflächen und Herd abwischen täglich wer Zeit hat
Küche Spültücher und Küchentücher wechseln wöchentlich Julia
Küche Kühlschrank auswischen monatlich Max
Bad Waschbecken und Spiegel putzen wöchentlich, samstags Mia
Bad Bad komplett putzen wöchentlich, montags Julia
Wohnzimmer Staub saugen wöchentlich, dienstags Leon
Wohnzimmer Staub wischen alle zwei Wochen Max
Schlafzimmer Bettwäsche wechseln alle zwei Wochen Max
Kinderzimmer Zimmer aufräumen täglich, abends Leon, Mia
Flur Schuhe wegräumen, Boden wischen wöchentlich, freitags Leon
Überall Müll und Altpapier rausbringen nach Abfuhrkalender Leon
Überall Fenster putzen etwa alle zwei Monate, seit dem letzten Mal Max, Julia
Balkon Fegen, Pflanzen gießen April bis Oktober, wöchentlich Mia
Zone der Woche Gründlich: Schränke, Lampen, hinter Möbeln wöchentlich im Wechsel Max, Julia

Vorlage: Wochenplan für den ganzen Haushalt

Wer mehr als das Putzen planen will, nimmt diesen Wochenplan. Er zeigt Putzen, Wäsche, Einkauf und Kochen auf einem Blatt.

Tag Putzen Wäsche Einkauf Kochen
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

Checkliste: Plan überarbeiten

Nehmt euch alle vier bis sechs Wochen fünf Minuten und geht diese Fragen durch:

  • Gibt es Aufgaben, die seit Wochen niemand gemacht hat? Streichen oder anderen Rhythmus wählen.
  • Macht eine Person deutlich mehr als die anderen? Eine Aufgabe weitergeben.
  • Gibt es Aufgaben, die fehlen, weil jemand sie still nebenbei erledigt? Aufschreiben.
  • Passen die Aufgaben der Kinder noch zu ihrem Alter?
  • Hat sich etwas geändert, etwa Arbeitszeiten, Schulbeginn oder Jahreszeit?
  • Passt der Plan noch auf eine Seite?

So geht das mit Heimrunde

Wenn ein Blatt am Kühlschrank nicht mehr reicht, merkt sich Heimrunde, was wann dran ist, und zeigt es der richtigen Person.

  • Räume und Etagen: Unter „Haus“ siehst du eure Etagen und Räume. Jeder Raum zeigt, ob dort gerade etwas zu tun ist (Räume und Aufgaben).
  • Eine Aufgabe für eine ganze Etage: Schreib unter „Haus“ „Fenster putzen zweiwöchig in allen Räumen im Erdgeschoss“. Heimrunde macht daraus eine Aufgabe mit allen passenden Räumen (Ganze Etagen und Rhythmen).
  • Der passende Rhythmus: Unter „Wie oft“ wählst du „Regelmäßig“ oder „Nach dem letzten Mal“. Mit „Nur saisonal“ steht der Balkon nur von April bis Oktober an (Wie oft, Nur in der Saison).
  • Wer macht es: Du wählst eine Person oder „wer Zeit hat“. Wer ein eigenes Konto hat, sieht seine Aufgaben auf „Heute“ unter „Meine Aufgaben“. Bleibt eine liegen, rutscht sie in den nächsten Tag mit (Wer macht es).

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Quellen

  1. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Hygiene, abgerufen am