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Wäsche organisieren in der Familie: Waschtage, Kreislauf und wer was macht

Mit festen Waschtagen und klaren Stationen bleibt keine Wäsche nass in der Maschine liegen. Mit Waschplan und Sortiertabelle.

Von Heimrunde-Redaktion · Aktualisiert am

Auf dieser Seite
  1. Der Wäschekreislauf
  2. Waschtage statt Dauerwaschen
  3. Beim Sammeln schon sortieren
  4. Das Pflegeetikett lesen
  5. Waschen mit weniger Aufwand
  6. Bettwäsche und Handtücher im Rhythmus
  7. Nasse Wäsche nicht vergessen
  8. Aufgaben verteilen
  9. Socken ohne Partner
  10. Vorlage: Waschplan für die Woche
  11. Beispiel: Waschplan für eine Familie mit zwei Kindern
  12. Vorlage: Sortiertabelle für den Wäschekorb
  13. So geht das mit Heimrunde

Wäsche ist nie fertig, aber sie kann aufhören, im Weg zu stehen. Mit festen Stationen, Waschtagen und klaren Zuständigkeiten bleibt nichts nass in der Maschine liegen, und niemand sucht morgens die Sportsachen. Weiter unten findest du einen Waschplan für die Woche und eine Sortiertabelle zum Ausdrucken.

Der Wäschekreislauf

Jedes Wäschestück durchläuft dieselben Stationen:

  1. Sammeln: Schmutzwäsche landet im Korb.
  2. Sortieren: nach Farbe und Temperatur.
  3. Waschen: Maschine befüllen und starten.
  4. Trocknen: aufhängen oder in den Trockner.
  5. Zusammenlegen: direkt vom Ständer weg.
  6. Wegräumen: in den Schrank der Person, der es gehört.

Staus entstehen fast immer zwischen zwei Stationen: Die Maschine ist fertig, aber niemand hängt auf. Der Ständer ist voll, aber niemand legt zusammen. Deshalb bekommt jede Station einen festen Ort und, wenn möglich, eine feste Person.

Waschtage statt Dauerwaschen

Wer jeden Tag ein bisschen wäscht, hat nie Pause von der Wäsche. Feste Waschtage bündeln die Arbeit. Für eine Familie mit zwei Kindern können drei bis vier Waschtage pro Woche reichen, zum Beispiel:

  • Montag: Buntwäsche und dunkle Wäsche
  • Mittwoch: Handtücher und Bettwäsche
  • Freitag: Helle Wäsche und Sportsachen fürs Wochenende
  • Samstag: Was noch übrig ist, oder frei

Legt die Waschtage so, dass jemand zu Hause ist, wenn die Maschine fertig ist. Viele Maschinen haben eine Startzeitvorwahl. Damit endet das Programm zum Beispiel dann, wenn ihr von der Arbeit kommt.

Beim Sammeln schon sortieren

Sortieren ist lästig, wenn es vor der Maschine passiert. Leichter geht es mit zwei oder drei Körben nebeneinander, in die alle direkt richtig einwerfen:

  • Hell und Weiß
  • Bunt und Dunkel
  • Heiß: Handtücher, Bettwäsche, Küchentücher

Kinder können schon früh mitsortieren, wenn die Körbe gut unterscheidbar sind, etwa durch Farbe oder ein Bild. Was in welchem Alter passt, steht in Aufgaben für Kinder im Haushalt nach Alter.

Das Pflegeetikett lesen

Das Etikett in der Kleidung sagt, was ein Stück verträgt. Die Symbole sind international einheitlich:

  • Zahl im Waschbottich: die höchste Waschtemperatur in Grad Celsius.
  • Ein Balken unter dem Bottich: schonend waschen, mit weniger Wäsche und niedriger Schleuderdrehzahl.
  • Zwei Balken: sehr schonend, etwa für Wolle.
  • Hand im Bottich: Handwäsche.
  • Durchgestrichener Bottich: nicht waschen.

Bei Bügel- und Trocknersymbolen stehen Punkte für die Temperatur: Je mehr Punkte, desto wärmer darf es sein.

Waschen mit weniger Aufwand

Das Umweltbundesamt gibt ein paar einfache Regeln, die Strom sparen und trotzdem sauber waschen:

  • Niedrige Temperatur: Leicht und normal verschmutzte Buntwäsche wird meist bei 20 bis 30 Grad sauber, Weißwäsche in der Regel bei 40 Grad.
  • Voll beladen: Bei Bunt- und Kochwäsche die Trommel so füllen, dass noch eine Handbreit Luft bleibt.
  • Sparsam dosieren: nach Wasserhärte und Verschmutzung, laut Angabe auf der Packung.
  • Ohne Vorwäsche: Mit heutigen Waschmitteln ist sie entbehrlich.
  • Einmal im Monat heiß: Damit sich in der Maschine keine Keime ansammeln, läuft sie einmal im Monat mit 60 Grad. Wascht ihr ohnehin regelmäßig Handtücher oder Bettwäsche mit 60 Grad, ist das nebenbei erledigt.
  • Tür auf: Nach dem Waschen die Maschine offen lassen, damit sie innen trocknet.

Wie oft das Flusensieb und die Dichtung gereinigt werden sollten, steht in der Bedienungsanleitung eurer Maschine.

Bettwäsche und Handtücher im Rhythmus

Bettwäsche und Handtücher wandern am besten nicht nach Gefühl in die Wäsche, sondern nach einem festen Rhythmus.

Eine verbreitete Empfehlung, etwa im Magazin der AOK, lautet: Bettwäsche alle 14 Tage waschen, also Kissen- und Bettbezüge und das Spannbettlaken. Wöchentlich rät das Magazin bei starkem Schwitzen, bei einer Hausstauballergie, an heißen Tagen oder wenn ein Haustier mit im Bett schläft, jeweils bei 60 Grad. Handtücher kommen dort nach drei- bis viermal Benutzen in die Wäsche. Das ist ein Richtwert, keine feste Regel. Findet den Rhythmus, der zu euch passt.

Plant den Bettwäschetag als eigenen Waschtag ein. Mit einem zweiten Satz Bettwäsche pro Bett könnt ihr sofort neu beziehen, statt auf das Trocknen zu warten.

Nasse Wäsche nicht vergessen

Das größte Ärgernis ist Wäsche, die stundenlang feucht in der Trommel liegt. Drei Wege dagegen:

  • Wer startet, hängt auf: Wer die Maschine anstellt, ist auch fürs Aufhängen zuständig oder übergibt ausdrücklich.
  • Wecker stellen: Beim Start einen Timer auf dem Handy auf die Programmdauer stellen.
  • Nicht vor dem Gehen starten: Außer mit Startzeitvorwahl, damit sie beim Heimkommen fertig ist.

Aufgaben verteilen

Wäsche lässt sich gut aufteilen, weil jede Station eine eigene kleine Aufgabe ist.

  • Eine Person pro Waschtag: Sie wäscht, hängt auf und legt zusammen. So gibt es keine halben Übergaben.
  • Oder eine Person pro Station: Julia wäscht, Leon hängt auf, Mia sortiert Socken.
  • Jede Person räumt ihre Wäsche selbst weg: Zusammengelegte Wäsche kommt in einen Korb pro Person. Wegräumen ist dann Sache des Besitzers, ab dem Grundschulalter auch der Kinder.

Socken ohne Partner

Einzelne Socken sind ein Klassiker. Was hilft:

  • Ein Wäschenetz pro Person: Socken kommen schon beim Ausziehen hinein und werden im Netz gewaschen.
  • Gleiche Socken kaufen: Mehrere Paare in derselben Farbe, dann passt jede zu jeder.
  • Eine Kiste für Einzelne: Einmal im Monat wird sortiert, was übrig bleibt, darf gehen.

Mehr Themen rund um den Haushalt findest du unter Haushalt und Putzen. Wer Wäsche in einen größeren Wochenplan einbauen will, findet eine Vorlage im Putzplan für die Familie.

Vorlage: Waschplan für die Woche

Tag Was wird gewaschen Wer wäscht Wer hängt auf Wer legt zusammen
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

Beispiel: Waschplan für eine Familie mit zwei Kindern

So könnte der Plan bei Max, Julia, Leon (13) und Mia (8) aussehen.

Tag Was wird gewaschen Wer wäscht Wer hängt auf Wer legt zusammen
Montag Bunt und Dunkel Julia Leon Julia
Mittwoch Handtücher und Bettwäsche, 60 Grad Max Max Leon, Mia
Freitag Hell und Sportsachen Julia Leon Mia (Socken), Julia
Samstag Rest oder frei wer Zeit hat wer Zeit hat wer Zeit hat
Alle 14 Tage Betten neu beziehen Max
Laut Anleitung Flusensieb und Dichtung reinigen Julia

Vorlage: Sortiertabelle für den Wäschekorb

Häng die Tabelle neben die Körbe. Im Zweifel gilt immer das Pflegeetikett.

Korb Was gehört hinein Typische Temperatur Nicht hinein
Hell und Weiß Weiße T-Shirts, helle Unterwäsche, helle Blusen und Hemden 30 bis 40 Grad Neue dunkle Teile
Bunt und Dunkel Jeans, bunte Shirts, dunkle Pullover, Schlafanzüge 20 bis 30 Grad Stark verschmutzte Arbeitskleidung
Heiß Handtücher, Bettwäsche, Küchentücher, Waschlappen 60 Grad Alles, dessen Etikett weniger erlaubt
Extra Wolle, Seide, Feinstrümpfe laut Etikett, oft Handwäsche oder Wollprogramm

So geht das mit Heimrunde

Heimrunde sorgt dafür, dass nach dem Waschen auch jemand aufhängt, und erinnert an Bettwäsche und Maschinenpflege.

  • Waschen, aufhängen, zusammenlegen: Unter „Danach“ hängst du Aufgaben aneinander. Hakt Leon „Wäsche waschen“ ab, ist „Wäsche aufhängen“ sofort fällig. Hängst du an „Wäsche aufhängen“ noch „Wäsche zusammenlegen“ mit „1 Tag später“, ist das am nächsten Tag dran (Eine Aufgabe nach der anderen).
  • Bettwäsche im Rhythmus: Schreib „Max Bettwäsche wechseln zweiwöchig“. Heimrunde erkennt Person und Rhythmus (Ganze Etagen und Rhythmen).
  • Maschinenpflege: Stell „Flusensieb reinigen“ unter „Wie oft“ auf „Nach dem letzten Mal“, im Abstand aus der Bedienungsanleitung. Dann zählt die Zeit immer ab dem letzten Reinigen (Räume und Aufgaben).
  • Mit Home Assistant: Meldet eure Waschmaschine „fertig“, macht ein „Auslöser“ die Aufgabe „Wäsche aufhängen“ sofort fällig und benachrichtigt, wen du unter „Benachrichtigen“ auswählst (Einen Auslöser anlegen).

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Quellen

  1. Umweltbundesamt: Klimabewusstes Wäschewaschen entlastet die Umwelt und spart Kosten, abgerufen am
  2. GINETEX Germany: Pflegesymbole, abgerufen am
  3. AOK-Magazin: Wann und wie oft die Bettwäsche waschen?, abgerufen am