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Essensplan für die Familie: Wochenplan mit Einkaufsliste

Mit einem Wochenplan fällt die tägliche Frage „Was essen wir?“ weg. So planst du die Woche in 15 Minuten, mit Vorlage und Einkaufsliste.

Von Heimrunde-Redaktion · Aktualisiert am

Auf dieser Seite
  1. Warum ein Plan hilft
  2. Lieblingsgerichte sammeln
  3. Vorlage: 20 Gerichte, die bei uns immer gehen
  4. Die Woche in 15 Minuten planen
  5. Schnelle Abende einplanen
  6. Vorlage: Wochenplan
  7. Vorlage: Montag bis Freitag, Mittag und Abend
  8. Aus dem Plan die Einkaufsliste machen
  9. Vorlage: Einkaufsliste nach Abteilungen
  10. Günstig planen
  11. Reste einplanen
  12. Wenn der Plan nicht hält
  13. Der ewige Speiseplan
  14. So geht das mit Heimrunde

Mit einem Essensplan beantwortest du die Frage „Was essen wir heute?“ einmal pro Woche statt jeden Abend. Du kaufst gezielter ein, und es bleibt weniger übrig, das am Ende in der Tonne landet.

Diese Seite zeigt eine Methode, die ohne Rezeptsammlung auskommt: eine Liste eurer Lieblingsgerichte, eine kurze Planung am Wochenende und eine Einkaufsliste, auf der nur steht, was wirklich fehlt. Die Vorlagen kannst du direkt ausdrucken.

Warum ein Plan hilft

Wer ohne Plan einkauft, kauft leicht doppelt oder das Falsche. In Deutschland entstehen 58 Prozent aller Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten, im Schnitt 74,5 kg pro Kopf und Jahr. Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat nennt einen Wochenplan, eine Einkaufsliste und einen Blick in den Vorratsschrank als einfache Gegenmittel.

Der zweite Gewinn ist Ruhe am Abend. Steht fest, was es gibt, muss um 18 Uhr niemand mehr überlegen. Wer zuerst zu Hause ist, kann einfach anfangen.

Lieblingsgerichte sammeln

Die Grundlage jedes Plans ist eine Liste von Gerichten, die bei euch funktionieren. Meist wiederholt sich ohnehin ein überschaubarer Kreis. Schreib ihn einmal auf, dann musst du beim Planen nicht bei null anfangen.

  1. Setzt euch zehn Minuten zusammen, zum Beispiel beim Abendessen.
  2. Sammelt alles, was ihr in den letzten Wochen gern gegessen habt.
  3. Fragt die Kinder nach ihren drei liebsten Gerichten. Leon wünscht sich vielleicht Pfannkuchen und Linsensuppe.
  4. Markiert, was schnell geht und was die Kinder sicher mögen.

Eine einfache Regel, damit alle mitreden: Jedes Kind darf pro Woche ein Gericht auswählen.

Vorlage: 20 Gerichte, die bei uns immer gehen

Nr. Gericht Schnell (unter 30 Min.) Mögen alle Zutaten meist im Haus
1 ☐ ☐ ☐
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Was „Zutaten meist im Haus“ hat, ist euer Notfallessen. Nudeln mit Tomatensoße oder Rührei mit Brot retten den Abend, wenn der Plan nicht aufgeht.

Die Woche in 15 Minuten planen

Plane immer am selben Tag, am besten ein bis zwei Tage vor dem großen Einkauf. Der Sonntag bietet sich an.

  1. Schau in den Kalender. Wo ist abends wenig Zeit, etwa wegen Leons Fußballtraining am Mittwoch?
  2. Leg für diese Abende etwas Schnelles fest.
  3. Schau in Kühlschrank und Vorrat. Was muss bald weg? Das kommt an den Anfang der Woche.
  4. Verteile die übrigen Tage mit Gerichten aus eurer Liste.
  5. Plane einen Abend für Reste ein, meist gegen Ende der Woche.
  6. Probiert höchstens ein neues Gericht pro Woche, am liebsten an einem ruhigen Tag.
  7. Trag ein, wer kocht.

Frisches wie Fisch oder Salat gehört an den Anfang der Woche, Gerichte aus Vorrat und Tiefkühler ans Ende. So hält der Plan auch, wenn ihr nur einmal pro Woche groß einkauft.

Wer grob auf Abwechslung achten will, findet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine Orientierung. Für gesunde Erwachsene empfiehlt sie unter anderem mindestens einmal pro Woche Hülsenfrüchte, ein- bis zweimal Fisch und höchstens 300 g Fleisch und Wurst pro Woche. Für die Planung reicht das als Faustregel: ein Linsen- oder Bohnengericht, ein Fischtag, mehrere Tage ohne Fleisch.

Schnelle Abende einplanen

An vollen Tagen hilft kein gutes Rezept, sondern ein kurzes. Drei Wege dafür:

  • Vorkochen: Am Wochenende einen großen Topf Soße oder Suppe kochen und für den Mittwoch zur Seite stellen.
  • Doppelt kochen: Montags die doppelte Menge Reis, Dienstag wird daraus Gemüsereis.
  • Kalter Abend: Brot, Rohkost, Käse, Ei. Das zählt genauso als Essen im Plan.

Vorlage: Wochenplan

Tag Was ist los? Essen Wer kocht? Fehlt noch
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

In „Was ist los?“ kommt, was den Abend bestimmt: „Training bis 18 Uhr“, „Oma kommt zum Kaffee“. In „Fehlt noch“ schreibst du nur die Zutaten, die ihr nicht im Haus habt. Diese Spalte ist schon die halbe Einkaufsliste.

Vorlage: Montag bis Freitag, Mittag und Abend

Isst jemand mittags zu Hause, etwa an kurzen Schultagen, hilft diese Variante. Das Wochenende plant ihr dann spontan.

Tag Mittag Abend Fehlt noch
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Aus dem Plan die Einkaufsliste machen

Die Einkaufsliste entsteht aus dem Plan, nicht aus dem Gedächtnis.

  1. Geh jedes Gericht im Plan durch und schreib seine Zutaten auf.
  2. Streich alles, was schon im Haus ist. Schau dafür wirklich in Kühlschrank und Schrank.
  3. Fasse gleiche Zutaten zusammen: zweimal Zwiebeln werden eine Zeile mit der Gesamtmenge.
  4. Ergänze, was ihr jede Woche braucht, etwa Milch, Brot und Obst.
  5. Sortiere die Liste nach Abteilungen, so wie euer Laden aufgebaut ist.

Salz, Öl oder Gewürze stehen bei euch sicher im Schrank. Die musst du nicht bei jedem Rezept neu prüfen, nur ab und zu.

Vorlage: Einkaufsliste nach Abteilungen

Abteilung Was fehlt Menge ✓
Obst und Gemüse ☐
Obst und Gemüse ☐
Obst und Gemüse ☐
Brot und Backwaren ☐
Milchprodukte und Eier ☐
Milchprodukte und Eier ☐
Fleisch und Fisch ☐
Nudeln, Reis, Konserven ☐
Nudeln, Reis, Konserven ☐
Tiefkühl ☐
Getränke ☐
Drogerie und Haushalt ☐

Die Reihenfolge der Abteilungen kannst du an deinen Laden anpassen. Wichtig ist nur, dass sie immer gleich bleibt.

Günstig planen

Ein Plan spart vor allem, weil ihr weniger doppelt und weniger umsonst kauft. Dazu kommen ein paar Gewohnheiten:

  • Zutaten überschneiden lassen: Plane Gerichte, die sich Zutaten teilen. Ein Kopf Blumenkohl reicht für einen Auflauf am Montag und eine Suppe am Donnerstag.
  • Vom Vorrat aus planen: Was schon im Schrank steht, kommt zuerst in den Plan.
  • Angebote als Anstoß: Schau vor dem Planen in die Angebote der Woche und such dir ein oder zwei Gerichte dazu aus.
  • Mengen passend kaufen: Lieber ein Gericht mit Resten fest einplanen als zu große Packungen verderben lassen.

Reste einplanen

Reste sind kein Zufall, wenn du sie einplanst. Ein fester Resteabend pro Woche sorgt dafür, dass angebrochene Packungen und übrige Portionen gegessen werden.

Was sich eignet: Aufläufe, Suppen und Pfannengerichte nehmen fast alles auf. Übriger Reis, Gemüse und etwas Fleisch werden zu einer Pfanne, altes Brot mit Tomaten zu einem Brotsalat.

Wie lange Reste halten: Selbst gekochtes Essen hält sich gut verpackt etwa zwei Tage im Kühlschrank. Lass es vorher außerhalb des Kühlschranks schnell abkühlen und stell es dann hinein. Im Kühlschrank stehen fertige Speisen am besten im mittleren Fach.

Einfrieren: Suppen, Soßen und Eintöpfe lassen sich gut portionsweise einfrieren und halten bei minus 18 Grad einige Monate. Beschrifte jede Dose mit Inhalt, Menge und Datum. Dann weißt du beim Planen, was noch da ist.

Datum auf der Packung: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum. Ungeöffnet und richtig gelagert sind viele Lebensmittel danach noch gut; prüfe Aussehen, Geruch und Geschmack. Anders beim Verbrauchsdatum, etwa bei Hackfleisch oder frischem Fisch: Danach solltest du das Lebensmittel nicht mehr essen.

Im Plan festhalten: Kochst du am Montag bewusst mehr, trag den Rest gleich für Dienstagmittag oder den Resteabend ein. So wird er nicht vergessen.

Wenn der Plan nicht hält

Ein Plan ist ein Vorschlag, kein Vertrag. Es kommt immer etwas dazwischen: eine Einladung, ein krankes Kind, keine Lust auf Fisch.

  • Tauschen: Zwei Tage tauschen ihre Gerichte. Das geht fast immer.
  • Verschieben: Ein Gericht rutscht einen Tag nach hinten. Achte auf frische Zutaten, die nicht warten können.
  • Streichen: Fällt ein Essen ganz aus, prüf, ob seine Zutaten in ein anderes Gericht passen oder eingefroren werden können.
  • Notfallessen: Für Abende, an denen gar nichts geht, steht eins der schnellen Gerichte aus eurer Liste bereit.

Hält euer Plan drei, vier Tage von sieben, ist das schon ein guter Plan.

Der ewige Speiseplan

Wer nicht jede Woche neu planen mag, legt feste Themen für die Wochentage fest. Das nennt man oft „ewigen Speiseplan“.

Tag Thema Beispiele
Montag Nudeln Nudeln mit Gemüsesoße, Nudelauflauf
Dienstag Suppe oder Eintopf Linsensuppe, Kartoffelsuppe
Mittwoch Schnell Pfannkuchen, Rührei mit Brot
Donnerstag Reis oder Kartoffeln Gemüsereis, Ofenkartoffeln mit Quark
Freitag Fisch oder Hülsenfrüchte Fischstäbchen mit Kartoffeln, Chili
Samstag Reste was übrig ist
Sonntag Wunschessen abwechselnd sucht jemand aus

Das Thema steht fest, das Gericht darin wechselt. So bleibt die Planung kurz, und es wird trotzdem nicht jede Woche gleich. Der Nachteil: Mit festen Themen fallen Angebote und Vorräte weniger ins Gewicht. Du kannst auch beides mischen und nur zwei, drei Tage festlegen.

So geht das mit Heimrunde

Heimrunde nimmt dir den Weg vom Plan zur Einkaufsliste ab, und alle in der Familie sehen denselben Stand.

  • Woche planen: Unter „Essen“ trägst du bei „Demnächst“ ein Gericht ein und wählst den Tag. So planst du ein Essen.
  • Nur kaufen, was fehlt: Beim Planen nimmst du den Haken bei allem weg, was ihr noch habt, und tippst auf „Zutaten auf die Liste“. Zutaten auf die Einkaufsliste.
  • Plan ändern: Über „Verschieben“ und „Tauschen“ passt du den Plan an, wenn der Abend anders läuft. Gegessen, verschoben, getauscht.
  • Lieblingsgerichte wiederfinden: „Alle Gerichte“ sortiert eure Sammlung nach „Lange nicht gegessen“. Alle Gerichte.

Im Laden ist die Liste nach Abteilungen sortiert, in der Reihenfolge eures Ladens. Wie das geht, steht in Kategorien und Reihenfolge im Laden.

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Zuletzt mit der aktuellen Heimrunde geprüft am .

Quellen

  1. Zu gut für die Tonne: Lebensmittelabfälle in Zahlen (BMLEH), abgerufen am
  2. Zu gut für die Tonne: Tipps für zu Hause (BMLEH), abgerufen am
  3. Zu gut für die Tonne: Reste verwerten (BMLEH), abgerufen am
  4. Bundeszentrum für Ernährung: Hygiene beim Kochen und Aufbewahren, abgerufen am
  5. Bundeszentrum für Ernährung: Lebensmittel richtig lagern, abgerufen am
  6. Verbraucherzentrale: Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht gleich Verbrauchsdatum, abgerufen am
  7. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: DGE-Empfehlungen (Stand 2024), abgerufen am