Heimrunde
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Kinderkonten und Sicherheit

Wie Kinder in Heimrunde geschützt sind: Eltern verbinden, Warteraum, Zustimmung zu Kontakten, was Eltern sehen und was Heimrunde nicht leisten kann.

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Auf dieser Seite
  1. Wer ist „Elternteil“
  2. Ein Kind verbinden
  3. Das zweite Elternteil
  4. Der Warteraum läuft ab
  5. Wer dein Kind erreichen darf
  6. Der Hinweis „neu“
  7. Was Eltern im Familienchat sehen
  8. Wenn etwas nicht stimmt
  9. Der falsche Erwachsene ist verbunden
  10. Was Heimrunde nicht leisten kann

Heimrunde ist eine App für Familien, also auch für Kinder. Damit kein Fremder ein Kind erreichen kann, entscheidet in Heimrunde nicht das Alter darüber, wer mit wem schreiben darf, sondern die Struktur: Jedes Kind hat Eltern, und nur diese Eltern geben jemanden frei. Ein Geburtsdatum kann man behaupten, eine Elternfreigabe nicht.

Wer ist „Elternteil“

„Elternteil“ ist in Heimrunde eine eigene Beziehung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind. Sie hat nichts mit der Rolle im Haushalt zu tun. Wer den Haushalt verwaltet, ist damit nicht automatisch Elternteil, und wer Elternteil ist, muss den Haushalt nicht verwalten. Das ist Absicht: In Patchworkfamilien lebt ein Elternteil oft in einem anderen Haushalt, und Großeltern oder erwachsene Geschwister verwalten manchmal einen Haushalt, in dem das Kind nur mitgenutzt wird.

Nur Eltern dürfen Kontakte zustimmen, jemanden freigeben oder widersprechen, bekommen Meldungen über ihr Kind und entscheiden über die Haushalte des Kindes. Was Eltern im Familienchat sehen, steht weiter unten.

Ein Kind verbinden

Für ein Kind gibt es drei Wege in die App.

Das Kind meldet sich selbst an. Beim Anlegen des Kontos fragt Heimrunde nach Geburtsmonat und Jahr. Wer jünger als 16 ist, landet im Warteraum: Das Konto kann nichts außer auf seine Eltern warten. Keine Kontakte, keine Gruppen, kein Haushalt.

  1. Das Kind öffnet die App und tippt auf „Code zeigen“.
  2. Du scannst den QR-Code mit deiner Kamera oder tippst den achtstelligen Code unter „Einstellungen“, „Mitglieder & Kinder“ und dann „Kinder und Sicherheit“ ein.
  3. Du siehst den Vornamen des Kindes und wie alt das Konto ist, wählst euren Haushalt, bestätigst den Geburtsmonat und tippst auf „Das ist mein Kind“.
  4. Auf dem Gerät des Kindes steht „Ist … dein Elternteil?“. Erst wenn das Kind auf „Ja, verbinden“ tippt, bist du Elternteil.

Statt des Codes kann das Kind dir auch einen Link schicken. Der gilt 14 Tage und nur einmal.

Du legst das Konto an. Ist dein Kind schon als Person im Haushalt eingetragen, tippst du unter „Kinder und Sicherheit“ bei „Ohne Elternteil“ auf „Konto anlegen“, gibst die Google-Adresse des Kindes und den Geburtsmonat ein. Das Kind meldet sich später mit genau dieser Adresse an, du bist von Anfang an Elternteil.

Das Kind ist schon im Haushalt. Dann tippst du auf „Ich bin Elternteil“. Das Kind bestätigt dich auf seinem eigenen Gerät.

Das zweite Elternteil

Dafür gibt es zwei Wege, und in beiden bestätigt das Kind am Ende selbst.

Du trägst jemanden ein. Unter „Kinder und Sicherheit“ tippst du auf der Karte des Kindes auf „Weiteres Elternteil hinzufügen“ und wählst eine erwachsene Person aus einem Haushalt des Kindes. Sie bekommt eine Nachricht und antwortet „Ich bin Elternteil von …“. Danach bestätigt das Kind auf seinem eigenen Gerät. Mit deiner Einladung hast du selbst schon zugestimmt. Bist du das einzige Elternteil, gilt die neue Elternbeziehung also sofort, sobald das Kind bestätigt hat. Gibt es weitere Eltern, haben sie 24 Stunden Zeit, um zuzustimmen oder zu widersprechen. Stimmen alle zu, gilt es sofort.

Du teilst einen Link. Im selben Fenster tippst du auf „Link teilen“. Der Link gilt 14 Tage und nur einmal. Wer ihn öffnet, trägt sich als Elternteil ein, das Kind bestätigt, und danach läuft die Zustimmung der übrigen Eltern wie oben.

Das Kind kann seinen Code außerdem jederzeit selbst zeigen. Auch dann bestätigt es die neue Elternbeziehung anschließend auf seinem Gerät.

Der Warteraum läuft ab

Ein selbst angelegtes Kinderkonto ohne Eltern wird nach 14 Tagen gelöscht. Das Kind wird am dritten und am zehnten Tag erinnert. Bis dahin speichert Heimrunde nur Name, E-Mail-Adresse und den Geburtsmonat.

Wer dein Kind erreichen darf

  • In eurem Haushalt: Wer neu in einen Haushalt mit Kindern kommt, sieht den Haushalt sofort gemäß seiner Rolle, darf das Kind aber erst nach 24 Stunden erreichen. Alle Eltern des Kindes bekommen eine Nachricht mit einem Countdown und können zustimmen oder widersprechen. Stimmen alle Eltern zu, gilt es sofort. Auf derselben Karte kannst du die Person auch gleich als weiteres Elternteil eintragen. Die Haushaltsverwaltung wird informiert, kann aber nicht widersprechen, solange sie nicht Elternteil ist.
  • Kind mit Kind: Zwei Kinder aus verschiedenen Familien brauchen die Zustimmung der Eltern beider Seiten. Beim Zustimmen siehst du, wie die Eltern der anderen Seite heißen, wie alt das andere Konto ist und wie lange es die Elternbeziehung dort gibt.
  • Erwachsene von außen: Ein Erwachsener außerhalb eures Haushalts erreicht dein Kind nur, wenn du ihn freigibst. Auch das wartet 24 Stunden, alle Eltern werden benachrichtigt, jeder kann zustimmen oder widersprechen.
  • Unter „Kinder und Sicherheit“ kannst du neue Kontakte für ein Kind ganz auf „Aus“ stellen.

Der Hinweis „neu“

Überall, wo du etwas freigibst, markiert Heimrunde Konten und Beziehungen, die jünger als 30 Tage sind, mit „neu“. Ein Trainer, der seit zwei Jahren in acht Familien ist, sieht anders aus als ein Konto von vorgestern. Heimrunde sperrt niemanden automatisch, nur weil er mit vielen Familien verbunden ist; das wäre bei Vereinen und Schulen falsch.

Was Eltern im Familienchat sehen

Im Familienchat schreibt ihr euch direkt in Heimrunde (Familienchat). Was Eltern davon sehen, hängt vom Alter des Kindes ab:

Alter des Kindes Was Eltern sehen
unter 13 Eltern können die Chats des Kindes lesen
13 bis 15 Eltern sehen, mit wem das Kind schreibt, aber nicht was
ab 16 Eltern sehen die Chats nicht

Das Kind sieht diesen Satz dauerhaft in seinen eigenen Einstellungen unter „Deine Eltern“ und beim Öffnen der Chats. So weiß jedes Kind, wer mitliest.

Zum Lesen tippst du unter „Kinder und Sicherheit“ auf der Karte des Kindes auf „Chats lesen“, bei einem Kind ab 13 auf „Aktivität ansehen“. Du siehst die Chats des Kindes so, wie das Kind sie sieht, und nur diese. Schreiben kannst du dort nicht, und die gelesenen Nachrichten bleiben für das Kind ungelesen. Ab 13 siehst du nur noch, mit wem dein Kind schreibt und wann zuletzt, nicht den Inhalt.

Das gilt in beide Richtungen: Jedes Mal, wenn du hineinschaust, steht das anschließend im Konto des Kindes unter „Deine Eltern“, mit deinem Namen und dem Zeitpunkt. Ein Kind soll wissen, wann seine Eltern mitgelesen haben. Genau das unterscheidet Schutz von Überwachung, und deshalb lässt es sich nicht abschalten.

Wenn etwas nicht stimmt

Ein Kind und jedes Elternteil können ein Konto melden. Eine Meldung sperrt das gemeldete Konto sofort für alle Kinder, bis wir es angesehen haben. Abgelehnte Anfragen, Widersprüche und Blockierungen zählen ebenfalls und führen zu einer Prüfung.

Der falsche Erwachsene ist verbunden

Ist jemand als Elternteil eingetragen, der es nicht ist, schreib unserem Support. Nenne die E-Mail-Adresse oder den Haushalt deines Kindes und wer zu Unrecht verbunden ist. So geht der Support vor:

  1. Wir suchen das Kinderkonto und sehen, wer seit wann und auf welchem Weg als Elternteil verbunden ist.
  2. Wir prüfen den Fall und beenden genau diese eine Beziehung. Den Grund halten wir fest, jede Beendigung wird protokolliert.
  3. Der entfernte Erwachsene verliert sofort alles, was er über diese Beziehung hatte: die Elternrechte, den Zugang zu Haushalten, in die das Kind nur über ihn gekommen ist, und die Freigaben und Kontakte, die er für das Kind erteilt hat.
  4. Die übrigen Eltern und das Kind bekommen eine Nachricht. Der entfernte Erwachsene erfährt nur, dass der Support die Beziehung beendet hat, nicht wer sich an uns gewandt hat.

War der entfernte Erwachsene das einzige Elternteil, kommt das Kind zurück in den Warteraum, mit neuen 14 Tagen. Das richtige Elternteil verbindet sich dann wie oben beschrieben mit dem Code des Kindes.

Was Heimrunde nicht leisten kann

  • Ein Kind kann sich ein zweites Konto mit einem erwachsenen Geburtsdatum anlegen. Dieses Konto hat dann keinen Weg zu eurer Familie, aber eben auch keinen Schutz. Wenn du das Gerät deines Kindes insgesamt begrenzen willst, ist Google Family Link oder die Bildschirmzeit von Apple das richtige Werkzeug, nicht Heimrunde.
  • Hat der falsche Erwachsene ein Kind verbunden, weil er an dessen Code gekommen ist und das Kind bestätigt hat, lässt sich das nur über unseren Support lösen. Schreib uns, wir beenden die Beziehung (siehe „Der falsche Erwachsene ist verbunden“).
  • Heimrunde prüft kein Alter mit einem Ausweis. Das Geburtsdatum ist eine Angabe, kein Nachweis. Die Sicherheit kommt aus den Freigaben der Eltern, nicht aus der Zahl.